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Beispielsprotokoll mündliche Steuerberaterprüfung

Protokollmuster

1. Bundesland / Ort

 

Hamburg

 

 

 

2. Kommission

 

I.

II.

III.

IV.

 

(Zutreffendes bitte ankreuzen)

 

 

 

X

 

 

 

3. Datum der Prüfung

 

 

Datum

Vormittag

Nachmittag

 

(Zutreffendes bitte ankreuzen)

22.01.2008

 

X

 

 

4. Kandidaten

 

 

Kandidat

Vor-
note

Vortrags-
thema

Versuch

Ausbildung

Vorbereitung

 

Bestan-
den?

 

 

 

 

 

 

 

ja

nein

 

 

(Nr., s.u.)

(1., 2., 3)

(z.B. Jurist, BWL, Finanzamt)

(Institut(e))

 

(Zutreffendes
bitte ankreuzen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A

4,33

3

2

 

GFS; Haas

 

X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

B

3,33

3

1

 

GFS

 

X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

C

4,00

2

1

 

GFS

 

X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

D

4,33

3

1

 

Haas, Huttegger

 

 

X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

E

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

5. Vortragsthemen

 

 

 

Bezeichnung

Anzahl
der Vorträge

Thema 1:

Steuerliche Beratung des Mandanten mit Steuerrückständen

0

Thema 2:

Betriebsstätten im Steuerrecht

1

Thema 3:

Umsatzsteuerliche Behandlung von Umsätzen gastronomischer Betriebe

3

 


6. Fragerunden

 

 

1. Fragerunde

 

Prüfer:

Herr Dames (Umsatzsteuer)

 

Fragen:

 

Herr Dames hat jeden Kandidaten einen Fall beschrieben. Es wurden keine Fälle an den nächsten Kandidaten gegeben. Danach hat jeder noch eine kurze/schnelle Frage bekommen.

 

1.     Fall: AG hält Beteiligungen an anderen Gesellschaften, verwaltet Vermögen. Sie erzielt 1 Mio EUR Einnahmen, davon 50% steuerpflichtige/50% steuerfreie Einnahmen. Bei der Ausgabe neuer Aktien nimmt sie Beratungsleistungen eines Rechtsanwaltes in Anspruch. Wie ist dies umsatzsteuerlich zu würdigen? (Unternehmereigenschaft, Vorsteuerabzug prüfen)

 

2.     Fall: Eine Gesellschaft erhält von ihren Kunden in 2006 Doppelzahlungen/Überzahlungen in Höhe von 100 TEUR. In 2007 werden 50 TEUR zurückgezahlt. Der Rest wird nicht durch Kunden zurückgefordert. Wie ist die Sachlage? (BFH Urteil vom 19.07.2007)

 

3.     Fall: Landkreis unterhält öffentliche Toiletten. Eine GmbH wird mit der Verwaltung (mit Reinigung, Abrechnung etc....) beauftragt. Die GmbH kann nicht kostendeckend wirtschaften. Daher erhält sie vom Landkreis eine Ausgleich. Wie ist dies umsatzsteuerliche zu würdigen? (Hintergrund echter/unechter Zuschuss)

 

4.     Fall: GmbH in Deutschland vertreibt für einen KFZ-Hersteller die Autos. Sie schließt einen Kaufvertrag mit einem belgischen Unternehmer über 20 PKW`s ab. Da die GmbH nur in ihrem näheren Umkreis tätig werden darf, schaltet sie einen Strohmann ein, über den dieses Geschäft mit dem Belgier abgeschlossen wird: GmbH --- Strohmann ----Belgier.

 

 

Dann jeder Kandidat eine Frage:

 

  1. Ab wann ist jemand im Umsatzsteuerrecht Unternehmer?
  2. Nennen Sie Lieferungen/Leistungen mit Steuersatz 7%
  3. Wann sind Umsätze in der Umsatzsteuer-Voranmeldung zu erklären?
  4. Wann muss Unternehmer Rechnung stellen? Muss er immer eine Rechnung stellen?

 


2. Fragerunde

 

Prüfer:

Herr Gerking (Bilanzsteuerrecht)

 

Fragen:

 

Anhand eines Falles mit Abwandlungen hat Herr Gerking folgende Thematiken angesprochen:

 

1.     aRAP/pRAP

2.     Abgrenzung Verbindlichkeiten/Rückstellungen

3.     insbesondere Rückstellungen für drohende Verluste im HR, Definition schwebendes Geschäft

 

 

 

 

 


3. Fragerunde

 

Prüfer:

Herr Schlamp (Einkommensteuer/internationales Steuerrecht)

 

Fragen:

 

 

1.     Eine Künstleragentur betreut unter anderem einen ausländischen Musiker. Sie organisiert Konzerte in Deutschland. Wie beraten Sie die Agentur und den Künstler (Agentur: § 15 EStG/ Künstler: beschränkte Steuerpflicht, §§ 49, 50, 50a EStG, Steuersatz (Höhe), Betriebsausgabenabzug in Deutschland)

2.     Kinderbetreuungskosten: § 4f, § 10, § 35a EStG

3.     Eine Amerikanerin arbeitet für eine amerikanische Firma in Deutschland und Japan zu je 50%. Sie hat in Deutschland und in Japan einen Wohnsitz. Sie hält sich zu je 50% in DE und in Japan auf. Sie hat in Deutschland und Japan jeweils eine Bank. Freunde hat sie in DE und Japan. Wie beraten sie die Amerikanerin? (Klärung wer Besteuerungsrecht hat: Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt, Verständigungsverfahren)

4.     An einer Schönheitschirurgie GbR sind A, B, C zu je 1/3 beteiligt. Die Grundstücks-GbR von A, B, C (je 1/3) vermietet die Praxisräume an die Chirurgie GbR. C verkauft seine Anteile an der Chirurgie GbR. Wie ist dies rechtlich zu würdigen? (Einkunftsart § 18, § 16 EStG, mitunternehmerische Betriebsaufspaltung)

 

 


4. Fragerunde

 

Prüfer:

Herr Schümann (KSt, GewSt, UmwStG)

 

Fragen:

 

 

1.     EK 02: Hintergrund; Rechtslage bis 2006; Nachversteuerung 3%

2.     KSt-Guthaben: allgemeine Aussagen

3.     Voraussetzungen der Organschaft

4.     § 8b KStG hoch und runter; auch Urteil FG HH aus November 2007

 


5. Fragerunde

 

Prüfer:

Herr Nadalla (ErbSt)

 

Fragen:

 

 

1.     Was fällt Ihnen zu den Schlagwörtern: Erbschaftsteuer und Bundesverfassungsgericht ein?

2.     Wie wird zur Zeit Betriebsvermögen besteuert? Unterschied bei den Gewinnermittlungsarten

3.     Bewertung Anteile an Kapitalgesellschaften

4.     Reform Erbschaftsteuer (nur Schlagwörter abgefragt)

 


6. Fragerunde

 

Prüfer:

Herr Stoll (AO/FGO/BGB/ZivilR)

 

Fragen:

 

 

1.     Finanzamt stellt Insolvenzantrag eines Steuerpflichtigen. Wie kann sich dieser hier gegen wehren? (AO/FGO)

2.     Kann man klagen ohne Vorverfahren? Wenn ja, wie?

3.     Wann muss Unternehmen Insolvenz beantragen?

4.     Unterscheidung Verspätungszuschlag/Säumniszuschläge

5.     Aufbau/Struktur OECD-Musterabkommen (nur ungefähren Aufbau)

 


7. Allgemeines/Gesamteindruck/Schlussbemerkung/Fazit

 

Wurde Ihnen mit der Einladung zur mündlichen Prüfung die Prüfungskommission mitgeteilt?

 

            ja

 

 

Welche Hilfsmittel standen Ihnen bei der Vorbereitung des Vortrags zur Verfügung?

 

Gesetze / Richtlinien / Erlasse?

 

 

Wie viele Pausen wurden von der PK gemacht?

 

Nach jeder Runde

 

Wie lange dauerte in etwa eine Pause?

 

10 15 Minuten

 

 

Wie viele Minuten sollte der Vortrag dauern? (ggf. Zeitspanne)

 

10 Minuten

 

 

Wie sollte oder konnte der Vortrag gehalten werden?

 

stehend und / oder sitzend

 

 

Wurde auf Vortragsthemen im Prüfungsgespräch nochmals eingegangen?

 

ja

 

 

Durften während des Prüfungsgesprächs Gesetze etc. benutzt werden?

 

nein

 

Falls ja, nur auf Aufforderung?

 

nein

 

Haben Sie weitere Anmerkungen / Fazit?

 

Die Prüfer waren nett und um eine angenehme Atmosphäre bemüht. Selbst beim Vortrag haben alle aufmerksam zugehört, auch wenn dies vielleicht nicht so interessant war. Jeder hatte die Möglichkeit, kurz nachzudenken. Fragen wurden nie gleich weitergegeben.

 

Nach der 3. Runde kippte ein wenig die Stimmung der Prüfer, da die einzelnen Runden wohl nicht so „flüssig“ liefen.

 

Kandidat B wurde nach der 3. Runde so gut wie nicht mehr befragt. Kandidat C nicht mehr nach der 4. Runde.

 

FAZIT: Die Prüfer prüfen wirklich auf Bestehen. Jeder hat seine Chance.

 

 

 

Der/die Verfasser stimmen einer Nutzung dieses Protokolls zur Vorbereitung auf die StB-Prüfung ausdrücklich zu.


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